Blue Flower

In diesen Tagen wird an Vieles aus der jüngeren Geschichte gedacht: 150 Jahre Wiener Ringstraße, 70 Jahre seit dem Ende des 2. Weltkriegs und der Gründung der 2. Republik, Geburtsjubiläen großer Künstlerinnen und Künstler...

Der Verein Steine der Erinnerung in Liesing hat es sich zur Aufgabe gemacht, an Menschen zu erinnern, die außer ihren Verwandten und Freunden vielleicht nur ihrer näheren Umgebung bekannt waren. Sie waren Nachbarinnen und Nachbarn und hatten eines gemeinsam: ihnen wurde vom NS Regime das Recht zu leben abgesprochen. Um sie vor dem völligen Vergessen-Werden zu bewahren, wurden und werden vor ihren ehemaligen Wohnhäusern Gedenktafeln in den Boden eingesetzt.

Die nächsten „Steine der Erinnerung“ für 10 deportierte und ermordete Mitmenschen werden am 13. Juni 2015 der Öffentlichkeit vorgestellt. Beginn 15.00 Uhr , 1230 Wien, Breitenfurter Straße 350. Der Weg führt dann zu 3 weiteren Häusern in der Breitenfurter Straße (Nr. 383, 387, 389) und in die Dirmhirngasse 25. Anschließend folgt ein Gedenkakt in der öffentlichen Bücherei Liesing.

Nähere Information unter www.steine23.at

Doris Knecht liest am 19. Mai 2915, 19.00 Uhr, in der Bücherei Liesing (23., Breitenfurter Straße 358) aus „Wald“ (Rowohlt).

Eine Frau allein in einem abgelegenen Haus in den Voralpen: Marian haust primitiv, in unfreiwilliger Autarkie, denn sie hat alles verloren. Der Versuch, im geerbten Haus wieder zu sich zu finden, wird für Marian zum Überlebenskampf. Mühsam lernt sie, sich zu versorgen, sie fischt, wildert, stiehlt Gemüse und Hühner, sie muss sich arrangieren. Stückweise enthüllt der Roman Marians Sturz, schnell und unverblümt erzählt er, wie sie sich in ihrem neuen, archaischen Leben zu behaupten lernt. Eine starke, gefallene Frau mit dem Willen zum Neuanfang, und das Dasein auf dem Land als Spiegel einer brüchigen bürgerlichen Welt.

Doris Knecht, geboren in Vorarlberg, ist Kolumnistin und Schriftstellerin. Ihr erster Roman „Gruber geht“ (2011) war für den Deutschen Buchpreis nominiert, ist derzeit im Kino zu sehen. Für ihren vielgelobten Nachfolger „Besser“ (2013) erhielt Doris Knecht den Buchpreis der Stiftung Ravensburger Verlag. Sie lebt mit ihrer Familie in Wien und im Waldviertel.

Eintritt frei - Anmeldung ab dem 11. Mai 2015 – 11:00 Uhr (ausschließlich persönlich oder telefonisch unter Tel.: 01 4000 23161)

Constanze Dennig liest am Dienstag, 14. April 2015, 19:00 Uhr in der Bücherei Liesing, Breitenfurter Straße 358, aus „Abgetaucht“ (Amalthea)

Dr. Alma Liebekind-Spanneck ist Psychiaterin. Beim Fall einer weiblichen Leiche, die aus dem Wiener Donaukanal gefischt wurde, fallen ihr Ungereimtheiten auf und sie beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Dafür spannt sie Manfred, einen schrulligen Gerichtsmediziner, ein und schließt sich der Puppentheatergruppe an, in der die Tote mitgespielt hat. Deren Leiter, ein selbst ernannter Guru, ist bald ihr Hauptverdächtiger. Um ihn zu überführen, bringt sich Alma selbst in Lebensgefahr. Gäbe es da nicht Almas Freundin Erika, die Kommissarin, und vor allem ihre schlaue Mutter, würde Almas Neugierde sie wohl Kopf und Kragen kosten...

Constanze Dennig ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie, geboren in Linz, lebt und arbeitet in Graz und Wien als Autorin von Theaterstücken, Drehbüchern, Romanen, Sachbüchern und Satiren, als Regisseurin und Produzentin zahlreicher Theaterprojekte. Sie ist Theaterleiterin des »Theater am Lend« in Graz (gemeinsam mit Edith Zeier Draxl) und baut selbst Klappmaulpuppen.

Eintritt frei - Anmeldung ab dem 30. März 2015 – 11:00 Uhr (ausschließlich persönlich oder telefonisch unter Tel.: 01 4000 23161)

Unter dem Motto „Meine Chance“ starten am 13. April die Wiener Wochen für Beruf und Weiterbildung. Wien steht dann 6 Wochen lang bis 22. Mai ganz im Zeichen von beruflicher Aus- und Weiterbildung. Dabei bieten über 180 Veranstaltungen die Möglichkeit, sich rund um das Thema Weiterkommen im Beruf zu informieren und beraten zu lassen. Die Wiener Wochen für Beruf und Weiterbildung sind eine Initiative im Rahmen des Qualifikationsplans Wien 2020 und werden vom Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds in Zusammenarbeit mit 17 Wiener Bezirken organisiert. Alle Infos und Folder finden sie hier!

So betitelt sich eine Ausstellung, die von 22. März bis einschließlich 7. April 2015 im Gemeindezentrum der Evangelischen Pfarrgemeinde Liesing gezeigt wird.
Wie die Geschichte im Allgemeinen wird auch die des Protestantismus gewöhnlich aus männlicher Sicht erzählt. Dabei haben sich protestantische Frauen selten damit begnügt, nur später einmal „die Hälfte des Himmels“ einnehmen zu dürfen. Frauen haben sich immer wieder spürbar und nachhaltig in die „diesseitigen“ Angelegenheiten des Religionsgeschehens aber auch des Lebens schlechthin „eingemischt“, ja mitunter die Initiative übernommen. Und dies zu Zeiten, als die (Männer-)Gesellschaft den Frauen noch keineswegs öffentliche Rollen zugestand, sondern sie vielmehr in die Privatheit von Herd, Hof und Familie „verbannte“.