| Die Gedanken des Webmasters: Sicher wurde dieser
Bildstock von den Einwohnern aus Laab in Zeiten der Pest aus
Dankbarkeit gestiftet. Ein Bildstock (Marterl) wird im Lexikon als Betsäule
an Wegen, Wegkreuzungen mit Kruzifix, Heiligenbild oder Sinnspruch zur
Andachtverrichtung, definiert. Eine Kapelle ist ein kleiner Raum der zur
Andacht einlädt. Kann schon sein, dass die Gattin des damaligen
Bürgermeisters Weissenberger Rosalia genannt wurde, aber die Laaber wollten
mit dem Bildstock sicher der Pestheiligen Rosalia gedenken. Josef Freywagner hat mir die
Geschichte mit der Frau des Bürgermeisters erzählt. Die Pest war
damals sicher ein Schreckgespenst für die Einwohner aus Laab. Auch die
Votivkapelle wurde zur Abwendung dieser Krankheit und als Dank errichtet. Die Bürger aus Laab haben diesen Bildstock immer
geschmückt und gewürdigt. Fronleichnam ohne Rosalia kann ich mir nicht
vorstellen. Die Jungfrau Rosalia von Palermo lebte im 12. Jh. als Einsiedlerin in
einer Grotte am Monte Pellegrino in Sizilien. Sie wird nach Auffindung
ihres Leichnams im Pestjahr 1624 als Jungfrau mit offenen Haar, einfacher
Kutte und mit einem Kranz von Rosen dargestellt. Häufig wird sie in Höhlen liegend,
und mit anderen Pestpatronen wie der hl. Sebastian und hl. Rochus an Pestsäulen
abgebildet. |