Aus der 4A:
Am Dienstag waren wir mit unserer Frau Lehrerin in der Innenstadt bei einer Ausstellung mit Bildern von Paul Cezanne. Da so schönes Wetter war und wir auch Zeit hatten, beschloss Frau Fleischhacker, dass wir die Runde gehen wo früher die römischen Stadtmauern waren.
Wir stiegen beim Stephansplatz aus der U-Bahn und gingen den Graben entlang, wo wir dann zur Pestsäule kamen. Bei dieser Säule kniet unten auf dem Sockel Leopold I. Danach zeigte uns Frau Fleischhacker auf einem Haus hoch oben den Polenkönig Sobiesky auf einem Pferd. Kurz darauf waren wir schon vor der Peterskirche, das ist die zweitälteste Kirche Wiens.
Wir gingen weiter durch die
Naglergasse, wo früher die feinen Leute spazierten. Dort gibt es wieder eine
kleine Geschichte und zwar über Krapfen:
Es gab dort eine kleine Bäckerei, die Cili Krapf gehörte. Diese konnte gut
süßes Gebäck backen. In der Faschingszeit kam sie drauf, dass sie in das
Gebäck Früchte hineingeben könnte. Die feinen Leute kauften dieses Gebäck
und nannten es von nun an Faschingskrapfen. Die gab es damals nur zur
Faschingszeit.
Wir gingen weiter in die Bognergasse. Hier gibt es ein Haus, zu dem es auch eine Sage gibt. Sie heißt: "Wo der Teufel mit der Bognerin raufte". Am Hof gibt es eine Säule, auf der vier Engel in Rüstung gegen Ungeheuer - und zwar eine Schlange, einen Drachen, einen Basilisk und einen Löwen - kämpfen.
Wir gingen den Tiefen Graben entlang, dort floss früher die Ottakring. An einem Hauseck in der Höhe sitzt ein Türke mit einem Krummsäbel auf einem Pferd. Wir gingen an Häusern vorbei, in denen früher einmal Beethoven und Mozart gewohnt haben. Danach kamen wir unter der Hohen Brücke vorbei.
Später gingen wir die Treppen hinauf zur Kirche Maria am Gestade. Diese Kirche ist wirklich im gotischen Stil erbaut. Das besondere an ihr ist, dass sie einen Turmhelm hat. Früher war dort unten die Anlegestelle für Salzschiffe.
Bevor wir zur Ruprechtskirche kamen, gingen wir noch an einem Haus vorbei, bei dem in 3 m Höhe ein 40 kg schweres Geschoss der Türken noch zu sehen war. Wir kamen dann zur Ruprechtskirche, die in romanischem Stil erbaut ist. Sie ist die älteste Kirche Wiens. Im Innern der Kirche liegt das Skelett vom heiligen Vitalis. Neben der Ruprechtskirche steht das Praghaus. Beim Zurückgehen kamen wir noch am Kornhäuslturm vorbei.