Prof. Dr. Dr. hc. Roland Rainer
Fasholdgasse 3
A-1130 Wien

Der Doyen der österreichischen Architektur wurde 1910 in Klagenfurt geboren und studierte 1928-33 an der Technischen Hochschule in Wien Architektur. Er wurde 1950 Mitglied von CIAM Austria und 1953 Vorstandsmitglied des österreichischen Werkbundes. 1953-54 war er Professor an der Technischen Hochschule in Hannover, 1955-56 an der Technischen Hochschule in Graz und 1956-80 Leiter der Meisterschule für Architektur an der Akademie des bildenden Künste in Wien (1960-62 auch Rektor).

Roland Rainer leistete 1958-63 als Stadtplaner von Wien einen wichtigen Beitrag zur Stadtentwicklung. Er wurde 1980 Präsident des österreichischen Kunstsenats. Er hat zahlreiche Auszeichnungen und Ehrendoktorate im In- und Ausland erhalten und gilt in der österreichischen Kulturlandschaft als bewunderte und unangefochtene Autorität.

Unter den zahlreichen Bauten, die Rainer realisieren konnte, kommt seinen Überlegungen zum Thema Wohnbau wahrscheinlich die allergrößte Bedeutung zu.

Beispiele: die Flachbausiedlung Mannersdorf (1952-53), die Fertighaussiedlung Wien-Veitingergasse (1953, mit Carl Auböck), die Flachbausiedlung Wien - Mauerberggasse (1962-63), die Gartenstadt Puchenau I (1965-67), Puchenau II (1978-92) und Puchenau III (ab 1995) bei Linz u.v.a. Roland Rainer hat eine ganze Reihe beispielhafter Einfamilienhäuser gebaut, sein Oeuvre umfaßt Schulbauten, das inzwischen abgebrochene "Franz-Domes"-Lehrlingsheim in Wien (1952-53), Kirchen und Pfarrzentren und etwa das leerstehende Böhler-Haus in Wien (1958) und das ORF-Zentrum auf dem Küniglberg (1968-76). Besondere Bedeutung kommt seinen großen Hallenbauten zu - darunter die Wiener Stadthalle (1954-58), die Stadthalle Bremen (1961-64) und die Mehrzweckhalle Ludwigshafen (1962-65). Roland Rainer hat sich auch in Büchern immer wieder zu wichtigen architektonischen Fragen geäußert.

Weitere Informationen zu Roland Rainer: Nextroom

 

 


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